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Du bist weg und alles ist anders! Wer bin ich jetzt?

Trauer

Trauern ist nicht das Problem, sondern die Lösung (C. Paul)

Die Situationen

Kinder und Jugendliche trauern nicht nur um den Tod eines geliebten Menschen, sondern auch um andere Verlusten wie das Leben vor der Trennung der Eltern oder vor einem Schulwechsel.

Erwachsene empfinden ebenfalls Trauergefühle nach einem Jobverlust, einer Trennung oder wenn das eigene Kind herausfordernd ist - wie z.B. bei einer Neurodiversität oder einer Beeinträchtigung.

Kinder und Jugendliche

trauern anders als Erwachsene: meist weinen sie weniger, trotzdem trauern sie genauso intensiv. Ihre Stimmung kann wechselhaft sein, sie sind nicht motiviert, ziehen sich zurück und zeigen starke Gefühle. Oft wollen Jugendliche ihre Eltern nicht belasten und können ihre Trauer vertagen. In einer späteren Krise kann diese Trauer dann unerwartet "ausbrechen".

Aussagen wie "Der Opa ist eingeschlafen" können kleine Kinder so verunsichern, dass sie Angst vor dem Einschlafen bekommen. Anregungen und wertvolle Informationen finden Eltern und Interessierte in meiner Zusammenfassung Umgang mit Kindern bei Tod und Trauer.

Viele Menschen

fühlen sich unsicher, wie sie mit Trauernden umgehen sollten: nach den Beileidsbekundungen herrschen Stille und Unbehagen, laut dem Motto 'Lieber nichts, als etwas Falsches tun'. Die Hinterbliebenen fühlen sich allein gelassen und wollen die anderen nicht belasten.

Die Strategien

Wir Menschen werden von klein auf mit Vergänglichkeit und Verlusten konfrontiert. Es beginnt schon bei der Geburt. Kinder schonen zu wollen, indem man ihnen den Tod eines Angehörigen verheimlicht oder umschreibt, ist nicht notwendig: sie können viel verkraften, wenn sie ernst genommen und entsprechend ihres Alters begleitet werden.

Trauern ist ein natürlicher Porzess,

der individuell erlebt wird und meistens keiner "professionellen" Unterstützung bedarf. Das Umfeld kann mit einfachen Gesten eine gute Stütze sein: da sein, gemeinsam traurig sein, über den Verlust reden, die Klagen der Trauernden aushalten, ... einfach da sein. Man kann eine kleine Botschaft schicken, anrufen, zusammen spazierengehen, Blumen oder einen Kuchen vorbeibringen. 

Lehrkräfte und Erzieher:innen

finden Informatives und Ideen für Rituale bei der Bewältigung schwerer Krisen im Leitfaden Umgang mit Tod und Trauer in der Schule.

Trauern kostet Kraft!

Eine Begleitung kann hilfreich sein, wenn jemand sich immer mehr isoliert oder mit seinen Gefühlen nicht klar kommt. Es geht nicht darum, die Trauer schnell weg zu bekommen.Oft wird der/dem Betroffenen klar, wieviel Kraft Trauern kostet - seelisch und körperlich! Alle Gefühle werden zugelassen und unterschiedlich ausgedrückt - in Worte oder kreativ.

Gerade weil alles vergänglich ist, ist es so wertvoll. Helga Schäferling

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